FeedTeltsch (slaw. Telé)
ErdkundeBrockhaus 1882

Teltsch (slaw. Telé), Stadt in der Bezirkshauptmannschaft Datschitz im südwestl. Mähren, liegt, von Teichen umgeben, in einem freundlichen Kesselthale südlich von Iglau, ist Sitz eines Bezirkserichts, hat ein Museum, eine Oberrealschule in schznem, neuem Gebäude, eine Kaserne in der ehemaligen Jesuitenkirche, eine Wollwaren⸗ und eine Tuchfabrik, und zählt (1880) 5116 E., welche sich neben den städtischen Gewerben mit Landwirtschaft in größerm Umfange befassen. Das Schloß, Eigentum der gräfl. Familie Podstatsky-Liechtenstein, wurde 1553 —80 von dem Gutsherrn Zacharias von Neuhaus in ital. Renaissancestil erneuert und enthält in seinem goldenen Saale, im Marmorsaale und in der Rüstkammer merkwürdige Einzesheiten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 547Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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