FeedTernöwka (russ.)
ErdkundeBrockhaus 1882

Ternöwka (russ.), Wein aus der Frucht des Schlehdorns, Schlehenwein. Terni, Stadt und Hauptort eines Bezirks in der ital. Provinz Perugia (Umbria), Station der Eisenbahnen Ancona-Rom und T.⸗Rieti-Aquila, fruchtbaren Nerathale, der Geburtsort des Geschichtschreibers Tacitus (angeblich) und der Kaiser Tacitus und Florianus; dem Historiker wurde 1514 und erneut 1873 von der Stadt eine Bildsäule errichtet. T. war eine Gründung der Römer und hieß bei ihnen Interamna von der Lage zwischen zwei Armen der Nera (des Nar der Römer). Etwa 10 km davon ist der in drei Stürzen von 15, 180 und 79 m herabkommende hohe Fall des Velino in die Nera, der unter dem Namen Cascate delle Marmore als einer der schönsten und großartigsten Kaskaden Europas bekannt ist. Noch sieht man in T. das Werk des Marcus Curius Dentatus, der hier 270 v. Chr. einen Marmorfelsen durchschneiden ließ, um die Sümpfe auszutrocknen und dem Velino einen freien Abfluß zu geben. Papst Clemens VIII. ließ 1596 unter Fontanas Leitung den alten Kanal des Curius wieder eröffnen und erweitern. Die Stadt, welche noch manche Altertümer, so die Reste eines Amphitheaters aus der Zeit des Tiberius für 10 000 Zuschauer (in den Gärten des bischöfl. Denders, Trümmer großer Thermen und eines eaters, röm. Inschriften und Skulpturen im Palazzo Pubblico, besitzt, auch mehrere Paläste des umbrischen Adels hat, ist der Sitz eines Bischofs (seit 1217), einer Unterpräfeltur, eines Gymnasiums und einer technischen Schule und zählt (1881) 13034 (Gemeinde 15 773) C., die viel Ol⸗ und Weinbau treiben. Der Dom ist größtenteils ein Neubau Berninis von 1653 und besitzt altchristliche Inschriften; San-Francesco, ein Bau von 1265, wurde 1445 durch zwei Schiffe erweitert und ein schöner got. Glockenturm von Antonio da Orvieto angefügt; vor der Stadt liegen die Kirchen Sta.⸗Maria dell' Oro und San-Valentino, erstere mit einem Altarbild (Verlobung der heil, Katharina) von Benozzo Gozzoli, letztere mit einem Gemälde von Niccold Alunno (1497). T., mittellat. auch Leramne und Teramum, gehörte im Mittelalter zum Herzogtum Spoleto. Bei T. wurden 27. Nov. 1798 die Neapolitaner von den Franzosen geschlagen. zenfamilie aus der Gruppe der Dikotyledonen. Man kennt gegen 250 Arten, die fast sämtlich den Tropengegenden angehören. Es sind Bäume oder Sträucher mit alternierenden einfachen oder dreibis fünfzähligen, lederartigen Blättern und meist großen lebhaft gefärbten Blüten. Dieselben sind zwitterig und regelmäßig gebaut, sie haben fünf Kelchblätter, ebenso viel Blumenblätter, zahlreiche Staubgefäße und einen mehrfächerigen Fruchtknoten mit mehrern Griffeln. Die Früchte zeigen eine verschiedenartige Ausbildung. Zu den T. gehören unter anderm die Kamelie und die Theopflanze. (S. Kamelie und Thee.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 569Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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