Thürschließer, meist durch Federn, durch Gewichte, durch die Elasticität des vulkanisierten Kautschuks oder durch Luftdruck wirkende Vorrichtungen, mittels deren ein selbstthätiges Schließen der Thüren ohne heftiges Zuschlagen derselben erreicht werden soll. Während der Ietten Bedingung durch die Mehrzahl der betreffenden Apparate nicht genügt wird, funktioniert der beistehend abgebildete T. mit pneumatischer Vorrichtung von Reinh. E. Kobligk, Werkzeugfabrik in Berlin, nicht nur zuverlässig, sondern auch geräuschlos. In dem Metallrohr d, das mit seinem geschlossenen Ende e am Thürrahmen lan der obern Thürkante) drehbar angebracht ist, bewegt sich luftdicht ein Stempel oder Kolben. Derselbe ist einerseits durch den Arm b mit der Feder a, andererseits durch den Hebel e mit der auf- und zugehenden Thür verbunden. Wird die Thür geöffnet, so geht der Kolben aus dem Rohr heraus und zieht durch eine an dessen Boden angebrachte Offnung Luft nach sich. Sobald die Thür losgelassen wird, kommit die Feder zur Wirkung, wobei ein heftiges Zuschlagen der Thür durch die im Rohr befindliche Luft, die wie ein Polster wirkt und durch die kleine Offnung nur langsam entweicht, verhindert wird. Eine Vorrichtung, welche leicht in den Thürkämpfer eingelassen werden kann, ist die Thürfeder von Weibezahl u. Schneider in Dresden. Der selbstthätige Schluß ist hier durch den Widerstand einer Spiralfeder erreicht, welche beim Offnen I+—. beim Schließen der Thür zusammengepreßt wird und ihre geringste Spannung in dersenigen Lage besitzt, die dem nahezu geschlossenen Zustand der Thür entspricht. Auf ähnlichem Prinzip wie der abgebildete T. beruht Nortons Thürfeder, die an jeder Thür leicht sowohl außen als innen anzubringen ist. In einem Cylinder wird durch Luftdruck ein Kolben hin und her bewegt; eine Feder erzeugt die Kraft, mittels deren die Thür geschlossen wird, während der Kolben gewissermaßen als Bremse wirkt. Da die größte Kraftäußerung in dem Augenblick stattfindet, in welchem die Thür fest geschlossen ist, muß ein sicheres Einklinken der letztern stattfinden. Am untern Ende des Cylinders ist eine Ventilschraube angebracht, durch deren Einstellung man ein schnelleres oder langsameres Schließen bewirken kann. Ofters dient auch das Thürband als selbstthätige Verschlußvorrichtung; so das Gabelband von Mothes und das Fischband von Wülbern u. Hackländer in Kassel. Das letztere ist mit einem schraubenartig gewundenen Stahldorn versehen, wodurch beim Offnen der Thür ein Steigen derselben stattfindet, sodaß sie über Teppiche etc. hinweggeht, ohne diese zu berühren. Losgelassen, schließt sich die Thür, indem sie vermöge ihres Eigengewichts an dem gewundenen Dorn in die frühere Lage zurückgleitet.