Tiermilben (Gamasidae), eine blinde Familie der Milben (s.d.) mit ungeteiltem Körper, haarigen, gleichlangen, in zwei Klauen und einer Haftscheibe endigenden Beinen und scherenförmigen Kieferfühlern. Sie leben, ohne sich an ihre Wirte festzusaugen, ektoparasitisch auf Fledermäusen, Vögeln, Insekten u. s. w., namentlich gern auf größern Mistkäfern und Totengräbern, die oft ganz von ihnen bedeckt sind und elend zu Grunde gehen. Unsere Haus- und Stubenvögel werden bisweilen nachts von einer Art (Dermanyssus avium), die über Tag ihren Wirt verläßt und sich versteckt hält, entsetzlich gequält; alle Gegenmittel genügen nicht zu ihrer völligen Ausrottung, doch kann man sie durch Ordnung und Reinlichkeit in Ställen und Schlägen wesentlich einschränken.