FeedTigri (Giuseppe)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Tigri (Giuseppe), ital. Schriftsteller, geb. 22.Nov. 1806 in Pistoja, besuchte das bischöfl. Seminar daselbst und widmete sich, nachdem er die Priesterweihe erhalten, dem Lehr- und Erziehungsberufe. Von 1836 bis 1850 war er Vorsteher eines eigenen Erziehungsinstituts in Pistoja; 1853 wurde er Bibliothekar daselbst, und wirkte seit 1860 als Schulinspektor in Pistoja, Caltanissetta und San-Miniato. Seinen Ruf als Schriftsteller begründete er durch das Lehrgedicht „Le Selve (Flor. 1844; 2. Aufl. 1869), durch die wichtige Sammlung «Canti popolari toscanis (Flor. 1856; 3.Aufl. 1869) und durch den an anziehenden Schilderungen reichen Roman „Selvaggia de' Vergiolesi (Flor. 1870; 3. Aufl., Lpz. 1876). Von seinen übrigen Arbeiten sind die bekanntesten: KCommento italiano a una scelta di lettere di Cicerones (Prato 1848; bis 1886 in 12. Aufl.), II montanino toscano volontario alla, guerra dell' indipendenza italiana del 18595 (Tur. 1861; 2. Aufl., Flor. 1868), Da volontario a soldato nell' esercito italiano (Tur. 1872; 2. Aufl. 1873). Auch schrieb er Novellen in Prosa und in Versen, Gedichte, eine gekrönte Preisschrift Contro i pregiudizi popolarin (Tur. 1870) u. a. m.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 696Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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