Tobitschau (slaw. Tovatbov), Stadt in der österr. Markgrafschaft Mähren, Bezirkshauptmannschaft Prerau, liegt an der March und zählt (1881) 2479 flaw. E. Die Stadt hat ein Schloß, zwei kath. Kirchen und eine Synagoge. Bekannt wurde neuerdings der Ort durch das Gefecht, das hier im Deutschen Kriege 15. Juli 1866 stattfand. Benedek hatte auf Befehl des Erzherzogs Albrecht seine bei Olmütz vereinigten fünf Korps nach Wien in Marsch gesetzt. Auf diesem Wege wurde am 15. die Avantgardenbrigade des 8. Korps von der preuß. Brigade Malotki, welche der Kavalleriedivision Hartmann zu einer Rekognoszierung die Defilés öffnen sollte, bei T. angegriffen und zurückgedrängt. Die preuß. Kavallerie ging nun vor, und drei Eskadrons des Kürassierregiments Nr. 5 nahmen 18 im Feuer stehende Geschütze. Noch einige kleinere Erfolge wurden gewonnen, der Zweck der Expedition jedoch nicht erreicht. Tobitschauer Vuch lczech. KnihaTovabovskä), eine Beschreibung der Rechtsgebräuche in Mähren, die 1481 von Ctibor von Cimburg und Tobitschau verfaßt und 1486—89 verbessert wurde. (S. unter Czechisches Recht.)