Treiben (frz. emboutissage, engl.chasing), in der Technik die Bearbeitung dehnbarer Metalle, namentlich Bleche, auf kaltem Wege mit Anwendung verschiedener Hämmer (Treibhämmer) und Amboße (Treibstöcke) in der Weise, daß muldenförmige Vertiefungen entstehen. Wird die Vertiefung durch Ausdehnung der Mittelpartien hervorgebracht, so heißt die Operation Auftiefen; wird sie durch Aufbiegen der Randpartien erreicht, so nennt man die Arbeit Aufziehen, während das Einziehen, entgegengesetzt dem Schweifen (s. d.), in der Verengerung eines Hohlgefäßes an der betreffenden Stelle besteht. Namentlich bei den Arbeiten der Kupferschmiede und Goldschmiede werden diese Manipulationen mannigfach kombiniert angewendet. Andere beim T. vorkommende Operationen sind: das Biegen mit Hilfe eines aufrechtstehenden stumpfen Meißels (Umschlageisen); das Bördeln mit Hilfe des gekrümmten Bördeleisens; das Sieken (s. d.); das Abpinnen, d. h. Ausarbeiten stern⸗ oder rosettenförmiger Muster. Eine besondere Art ist das T. mit dem Bunzen (s. d.). Vgl. Blechbearbeitungsmaschinen. über das T. als Kunstarbeit vgl. Ciselieren und Getriebene Arbeit.