Treptow (an der Rega), Stadt in der preuß. Provinz Pommern, Regierungsbezirk Stettin, Kreis Greifenberg, an der Rega, 6km von deren Mündung in die Ostsee, Station der Altdamm-Kolberger Eisenbahn, Sitz eines Amtsgerichts, zählt (1885) 6943 meist evang. E. und hat zwei evang. Kirchen, darunter die stattliche 1303 —70 in got. Stil erbaute Marienkirche, ein Merkzeichen der Seefahrer, ferner ein Gymnasium, eine höhere Töchterschule, ein Rettungshaus für verwahrloste Kinder, Acker-I bau, Viehzucht, bedeutende Torfgräbereien, Fabrikation von landwirtschaftlichen Maschinen und von silbernen Löffeln, eine Bierbrauerei, Mühlenbetrieb, d Lohgerberei, Wagenbau und Viehhandel. Nahebei liegen der Königshain mit Schloß und das ehemalige Kloster Belbuck, welches 1170 gegründet f wurde und 1520 die Reformation annahm. Im i 15. Jahrh. war T. Mitglied der Hansa und gehörte zu den reichsten und durch Seehandel blühenden Städten des Landes, wurde jedoch später durch das Versanden der Rega vom Meere abgeschlossen. Zu e T. ward am 1. Dez. 1534 auf dem Landtag die Durchführung der Reformation in Pommern beschlossen. Am 14. Sept. 1643 ward T. von den Kaiserlichen, 25. Okt. 1761 von den Russen und im Febr. 1807 von den Franzosen eingenommen.