FeedTrespe
PflanzenreichBrockhaus 1882

Trespe (Bromus L.) heißt eine Gattung aus der Familie der Gramineen. Man kennt gegen 40 Arten, die besonders in der nördlichen gemäßigten Zone vorkommen. Es sind mittelgroße Gräser mit vielblütigen Ahrchen, deren Blüten eine am Ende zweizähnige, äußere Kronenspelze besitzen und ewöhnlich im Winkel dazwischen begrannt sind. ie sehr kurze Narbe ist auf der Vorderseite, unterhalb der Spitze des Fruchtknotens, angewachsen. Mehrere der dazugehörenden Arten sind ziemlich gute Wiesengräser, z. B. die weiche Trespe (B. mollis J.), mit breitelliptischen, weichbehaarten Blüten, die zur Fruchtzeit sich schuppig decken. Die Roggentrespe (B. secalinus L.) nimmt als Unkraut in feuchten Jahren sehr überhand und ist schwer auszurotten. Eine in den Südstaaten Nordamerikas einheimische Art, B. Schraderi Nunth, die eine Höhe von 1½ mund darüber erreicht, ist vielfach zum Anbau als Futterkraut empfohlen worden, doch eignet sie sich nur für die südeuropäischen Länder, da sie in Deutschland nicht im Freien e den Winter überdauert. fTres-Puntas, Bergstadt in der chilen. Provin Atacama (s. d.). · Tressan (Louis Euer, eb de la Vergne, Gra e von), franz. Schriftsteller, geb. zu Le Mans 4. Nov 1705, war ein Mitschüler Ludwigs XV. Er sties um Generallieutenant auf und bekleidete späte )Jbeim König Stanislaus die Stelle eines Großmar schalls. Im J. 1781 wurde er in die Französisch Akademie aufgenommen. Mit Voltaire, Fontenelle und Raynal befreundet, im Salon der Frau von Tencin ein häufiger Gast, widmete er sich früh der Litteratur und den Wissenschaften und verfaßte „Gelegenheitsgedichte, ein Buch über die Philosophie Reétlexions sommaires sur l'esprito' und einen Essai sur le fluide électriques. Seine Hauptwerke aber sind eine übersetzung des Orlando furiosoy und das „Corps d'extraits de romans de chevaleries (4 Bde., 1782); letzteres begründete seinen Ruf. Seine «Oeuvres choisieso wurden von Garnier (12 Bde., 1787), seine sämtlichen Schriften (4„Oeuvres complèteso, 10 Bde., 1822—23) von Campenon und Aimé Martin herausgegeben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 828Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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