FeedTroyon (Constant)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Troyon (Constant), franz. Tier-und Landschaftsmaler, geb. 25. Aug. 1810 zu Sevres bei Paris, wo er das Porzellanmalen lernte. Die Spuren davon merkte man noch sehr an den ersten Landschaften, die er seit 1833 zu den pariser Kunstausstellungen einschickte. Studienreisen nach dem Limousin, der Bretagne und der Umgegend von Fontainebleau besserten seine Auffassung, und auch die 1847 von einer holländ. Reise mitgebrachte Lust zur Darstellung von Tieren, die ihn zu neuen Studien nötigte, schlug zum Vorteil des Landschaftsmalers aus. Die Frucht eines Sommeraufenthalts in der Normandie 1852 war das Wiesenthal La Touque, vielleicht sein Meisterwerk. Auch das große Gemalde der zur Feldarbeit gehenden Ochsen (in der allgemeinen pariser Kunstausstellung von 1855, jetzt im Museum des Luxembourg) ist ein effektvolles Bild. Die Kunstausstellung von 1859 brachte von ihm: die Heimkehr nach der Pächterei, der Aufbruch zum Jahrmarkt, die ins Feld gehenden Kühe, vornehmlich aber die Ansicht von der Höhe bei Suresnes an der Seine. Es sind äußerst wirkungsvolle und aniehende Gemälde, bei welchen man jedoch das tiefe Zaturgefühl und die strenge Wahrheit vermißt. Im Sommer 1864 verfiel er plötzlich in Geisteskrankheit; er starb 20. März 1865.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 870Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 5

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Bildende Kunst 6