FeedTrützschler (Wilh. Adolf von)
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Trützschler (Wilh. Adolf von), geb. 20. Febr. 1818 zu Gotha, studierte zu Leipzig, Jena und Göttingen die Rechte und wurde 1843 Aktuar zu Zwickau, 1845 Assessor beim Appellationsgericht in Dresden. Im J. 1848 in die deutsche Nationalversammlung gewählt, hielt er in dieser zur Linken. Beim Ausbruch der Revolution in Baden 1849 ging er dorthin, wurde hier 26. Mai zum Civilkommissar der Stadt Mannheim und des Unterrheinkreises ernannt und entwickelte bei der Organisation des Aufstandes große Energie. Am 22. Juni auf der Flucht eingeholt, ward er den Preußen überliefert, vom Kriegsgericht 13. Aug. 1849 zum Tode verurteilt und 14. Aug. zu Mannheim erschossen. Sein Großvater Friedrich Karl Adolf von T. (geb. zu Kulmitsch bei Weida im Weimarischen 3. Juni 1751, ehemaliger Präsident des Geh. Ratskollegiums zu Gotha, gest. zu Falkenstein im sächs. Vogkland 31. Juli 1831) hat sich durch eine Reihe jurist. Arbeiten, z. B. durch seine Lehre von der Präklusion bei entstandenem Konkurse » (2. Aufl., 2 Bde., Lpz. 1802), bekannt gemacht.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 875Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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