Tumulus (lat.), Grabhügel, aufgeschüttet, um die Reste von Verstorbenen zu bedecken. Diese Gräberform reicht in sehr alte Zeiten zurück und ist in überaus zahlreichen Denkmälern und weiter Verbreitung als eine ergiebige Quelle prähistor. Altertümer noch gegenwärtig erhalten. Im Innern sind die Tumuli oft mit Steinkammern, größern Steinkisten oder kleinern Behältern für Urnen ausgestattet; häufig bestehen aber die Aufwürfe nur aus Steinen, mit Erde gemischt oder nur aus reiner Erde. Die Formen der Tumuli sind überhaupt nach den Einzelheiten der Anlage verhältnismäßig mannigfaltig. Die Beisetzung in denselben erfolgte derart, daß man die Leichen entweder vorher auf einem Scheiterhaufen verbrannte und die übriggebliebenen Knochenreste, in einer Urne gesammelt, bestattete, oder sie ohne diesen Prozeß unverbrannt begrub. Häufig sind diesen Resten Beigaben an Waffen und Schmuck mitgegeben.