Tumor (lat.), Geschwulst; tumor albus, weiße Gelenkgeschwulst, Gliedschwamm. Tüm pizuc (Ludw. Karl Kurt Friedr. G. Wilh. von), preuß. General der Kavallerie, geb. zu Pasewalk in Pommern 30. Dez. 1809, studierte die Rechte, trat aber 1830 in das Regiment der Gardes du Corps, wurde 1831 Offizier, besuchte 1833—36 die Allgemeine Kriegsschule und arbeitete 1837—38 im Topographischen Bureau. Vom Okt. 1838 bis April 1840, wo er Premierlieutenant wurde, war T. Führer des mecklenb. strelitzschen Prinzen Georg und seit Mai 1839 dem Großen Generalstabe zugeteilt, in welchem er 1842 zum Hauptmann befördert wurde. T. kam zum Generalkommando des 8. Armeekorps, that 1847—48 beim 7. Ulanenregiment Dienst, wurde März 1848 in den Großen Generalstab zurückversetzt und nahm im Stabe der Division des Generals von Hannecken am bad. Feldzuge teil. Im J. 1850 wurde T. als Major in das 4. Dragonerregiment versetzt und w1853 zum Kommandeur des 5. Kürassierregiments ernannt, bald darauf Oberstlieutenant und 1854 Kommandeur des 1. Garde-Ulanenregiments, 1855 Oberst, 1857 Kommandeur der 11. Kavalleriebrigade, 1858 Generalmajor und 1863 Generallieutenant und Kommandeur der 5. Division. Er führte diese 1864 im Feldzuge gegen Dänemark, wobei nur Teile der Division bei Fehmarn und Düppel ins Gefecht kamen, sowie 1866 in Böhmen, wo er sich in der Schlacht bei Gitschin durch umsichtige Führung und zähes Festhalten im Angriffe auszeichnete und verwundet wurde. T. führte dann bis 30. Okt. das Generalgouvernement in Sachsen und wurde hierauf kommandierender General des 6. Armeekorps in Breslau. Er führte das Korps im Deutsch-Französischen Kriege, kam jedoch nur bei den Ausfällen der pariser Besatzung mit Teilen desselben ins Gefecht, kehrte dann nach Schlesien zurück und empfing 1875 beim Kaisermanöver den Orden vom Schwaren Adler, wurde 1883 zur Disposition gestellt und marb 13. Febr. 1884 zu Haus Thalstein bei Jena.