Typhus bei Haustieren. Eine gleiche Krankheit, wie der T. des Menschen, ist bei Haustieren noch nicht beobachtet, wohl aber die Bezeichnung T. auf einige Tierkrankheiten übertragen worden. Der Pferdetyphus (aulfieber) ist charakterisiert durch mäßiges Fieber, welches meist plötzlich eintritt, Schlaffheit und Hinfälligkeit, verringerten Appetit, aufangs Verstopfung, später Ausleerung weicher oder durchfälliger stinkender Exkremente, Anschwellungen am Kopf, Hals, den Unterfüßen, Brust und Bauch, zuweilen enorme Ausdehnung erlangend, Blutaustretungen auf Schleimhäuten (Nasenschleimhaut, Augenbindehaut) in Form von Flecken (Petechien) oder Streifen (Ecchymosen), Bersten der Haut an stark geschwollenen Stellen und Hautbrand; zuletzt zeichnen starker Kräfteverfall, übelriechender blutiger Nasenausfluß, Ersticungszufälle, Kolilsymptome, hohes Fieber den Pferdetyphus aus. Die Hälfte der erkrankten Tiere sind dem Tode verfallen. Die Ursachen des T. sind nicht ausreichend bekannt. Der Schweinetyphus (Rotlauf, Schweineseuche, Bräune, Flecktyphus) wird, wie Schütz und Lydtin nachwiesen, durch Bacterien erzeugt und weiter verbreitet. Nach Eggeling hat man zwei Formen auseinander zu halten: die Rotlaufseuche (allmähliches Entstehen, hohes Fieber, starke Hinfälligkeit, kupferige Färbung der an den sprungweise ergriffenen Stellen geschwollenen Haut: erschwertes und beschleunigtes Atmen; Tod nach zwei bis drei Tagen. Ursache: Ansteckung) und die Schweineseuche (plötzliches Eintreten, hohes Fieber, starke Hinfälligkeit, Erbrechen, Verstopfung, nach 12 Stunden dunkle Rotfärbung einzelner Körperteile. Tod nach ein bis zwei Tagen. Ursachen: Nahrungsschädlichkeiten. Keine Ansteckung. 30 bis 70 Proz. der erkrankten Schweine können der Seuche zum Opfer fallen). lund Hungertyphus.