Urda, der 167. Asteroid, s. unter Planeten. ürdingen, Stadt im rheinpreuß. Regierungsbezirk Düsseldorf, Landkreis Krefeld, links am Rhein, km im ONO. von Krefeld, Station der Linien Krefeld-Hochfeld-Hörde und München-Gladbach-Homberg-Ruhrort-Dortmund der Preußischen Staatsbahnen, der Rheindampfschiffahrt und Straßendampfbahn über Bockum nach Krefeld, außerdem mit Kaiserswerth und Düsseldorf durch besonderes Lokaldampfboot verbunden, während eine fliegende Brücke den Verkehr mit dem rechten Stromufer vermittelt, ist Sitz eines Amtsgerichts und eines Hauptsteueramts, zählt (1886) 4025 E. und hat eine kath. und eine evang. Pfarrkirche, eine Rektoratschule, eine höhere Töchterschule, ein Krankenhaus, Zuckerraffinerien, eine Fabrik für Sicherheitsdampfkessel, große Getreidespeicher mit Clevatoren, bedeutende chem. (Anilinfarben⸗) Fabriken, Eisen⸗ und Gelbgießereien, Olsiederei, Bleiplombenfabrik, Cementwarenfabrik, eine Eisfabrik, Gerbereien, Ziegeleien, eine Mineralwasserfabrik, Töpfereien, Kalkbrennereien, eine Knochenmühle, ein Emaillierwerk, Handel mit Getreide, Steinkohlen und Holz und sehr lebhafte Schiffahrt nebst Freihafen. Im J. 1886 wurden große Uferbauten begonnen zur Verbindung der Rheinwerfte mit der Eisenbahn durch Schienengleise. — Zu U., das bis 1794 zu Kurköln gehörte und 1274 zum ersten mal als Stadt genannt wird, sowie in der ganzen Umgebung, namentlich im nahen Gellep, dem Gelduba der Alten, werden röm. Altertümer gefunden.