FeedUrsinus oder Ursicinus
ReligionBrockhaus 1882

Ursinus oder Ursicinus, Gegenpapst. Nach dem Tode des Liberius (24. Sept. 366) kam es in Rom zu einer zwiespältigen Bischofswahl zwischen Damasus (s. d.) und dem Diakon U., deren Anhänger sich in den Straßen und Kirchen Roms blutige Kämpfe lieferten. Die weltliche Macht entschied zu Gunsten des Damasus; U. wurde verbannt, durfte zwar wieder zurückkehren, mußte indessen noch zweimal, zuletzt 378 nach Köln in die Verbannung und trat nach dem Tode des Damasus wieder von neuem erfolglos als Kandidat für den päpstl. Thron auf. Er verschwindet dann aus der Geschichte. (Vgl. Rade, Damasus, Bischof von Rom», Freiburg 1882.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 75Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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