Ursinus (Zacharias), eigentlich Beer, reform. Theolog, geb. 18. Juli 1534 zu Breslau, studierte in Wittenberg und Paris, wurde 1554 Lehrer in Breslau und 1561 Professor der Theologie zu Heidelberg, wo er mit Olevianus den Heidelberger Katechismus abfaßte. Auch nahm er an den Beratungen über die Pfälzer Kirchenordnung und an verschiedenen Religionsgesprächen hervorragenden Anteil. Nach dem Tode Friedrichs III. entlassen, bekleidete er seit 1578 eine Lehrstelle zu Neustadt an der Hardt und starb hier 6. März 1583. Eine Gesamtausgabe seiner Werke lieferte sein Schüler Reuter (3 Bde., Heidelb. 1612). (Vgl. Sudhoff, „Olevianus und U.», Elberf. 1857). Ueftosse, . Elemente. s. unter Certifikat.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 75Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei