Uxbridge, Grafen von, s. unter Anglesey üxküll, baltisches Adelsgeschlecht. Das Geschlecht der Herren und Freiherren von li., U.⸗Güldenband, Meyendorff (s. d.) und Meyendorff Freiherren von R. ist eines Stammes und führte bis zum Beginn des 16. Jahrh. ein und dasselbe Wappen. Ihr gemeinsamer Stammyater ist Konrad von Meindorp, welcher zu Anfang des 13. Jahrh. aus Holstein nach Livland einwanderte und vom Bischof Albert von Livland mit dem Schloß ükeskole (jetzt Uxküll) an der Düna, oberhalb Rigas, elehnt wurde. Er nannte sich seitdem Konrad von U. In der darauf folgenden angestammten Landeslandichne spielte dieses Geschlecht eine für den livändischen Provinzialstaat bedeutende Rolle. Während der schwed. Periode Livlands haben sich mehrere als tüchtige Kriegsleute ausgezeichnet, namentlich Otto von U. aus dem Hause Mengen, Erbherr zu Fiekel, Aß und Kosk in Estland, welcher sich als schwed. Statthalter von Narwa und Generalfeldmarschall einen Namen machte und im Kriege gegen Polen 1600 zu Wolmar in Livland starb. Baronisiert wurde in Schweden zunächst ein Zweig dieses Geschlechts unter dem Namen li.⸗Gyllenband (jetzt Guldenband) 23. Aug. 1648, ein anderer unter dem Namen Meyendorff Freiherren von li. 16. April 1679, welcher sich nachher schlechtweg Freiherren von Meyendorff nannte, und endlich in russ. Zeit die übrigen . 30. Jan. 1730. Vgl. Lossius, «Drei Bilder aus dem livländischen Adelsleben des 16. Jahrh.» (2 Bde., Lpz. 1875—78). Uz erscheint im Alten Testament als ein ziemlich weitschichtiger geogr. Begriff, welcher das nördl. Arabien mit dem syrischen Grenzland bis nach Mesopotamien (Haran-Karrhä) hinauf umfaßt, von wo die Verehrung des U., d. i. des Morgensterns (Venus) südwestwärts über den Euphrat und Nordarabien bis in die Halbinsel des Sinai sich verbreitete. Im engern Sinn wird die Heimat Hiobs „(Das Land (des) Uzo genannt und wird in lübereinstimmung mit der Tradition in Hauran vielleicht in dem Hügelland Tulül östlich vom Gebirge Hauran zu suchen sein. Uz (Joh. Peter), deutscher Dichter, geb. zu Ansbach 3. Okt. 1720, studierte seit 1739 in Halle, wo er mit Gleim einen engern Freundschaftsbund schloß, dem sich später Johann Nikolaus Götz beigesellte. An des letztern Übersetzung des Anakreon, welche 1746 im Druck erschien, nahm U. Anteil. Im J. 1743 kehrte er nach Ansbach zurück und wurde daselbst 1748 Sekretär bei dem Justizkollegium, welche Stelle er 12 Jahre lang ohne Gehalt bekleidete. Im J. 1749 erschien anonym die erste kleine Sammlung seiner «Lyrischen Gedichtes, von Gleim zum Druck befördert und mit einem anonymen Vorwort versehen. Sein Ruf als Dichter war hiermit begründet. Außer den lyrischen Poesien, welche allmählich in den folgenden Ausgaben bis auf sechs Bücher vermehrt wurden, verfaßte U. ein erzählendes komisches Gedicht in Alexandrinern, „Der Sieg des Liebesgottese (1753), ein Lehrgedicht, Versuch über die Kunst stets fröhlich zu seine (1760), gleichfalls in Alexandrinern, und mehrere «Briefev, von denen einige ganz in Versen geschrieben sind, andere zwischen Versen und Prosa wechseln. Im J. 1763 wurde U. Assessor des kaiserl. Landgerichts des Burggraftums Nürnberg und gemeinschaftlicher Rat des Markgrafen von Ansbach und Kulmbach. Nachdem er noch eine vollständige Sammlung seiner Poetischen Werkey für den Druck vorbereitet, deren Ausgabe (2. Bde., Lpz. 1768) von seinem Freunde Chr. F. Weiße besorgt wurde, entsagte er allem fernern poetischen Schaffen. Er wurde 1771 Mitglied des neu eingerichteten Scholarchats, 1790 burggräfl. Direktor und, als Ansbach an Preußen fiel, Geh. Justizrat und Landrichter, starb aber wenige Tage nach der Ernennung 12. Mai 1796. U. hat sich besonders als Lyriker durch heitere anmutige Lieder und ernste, schwungvolle und gedankenreiche Oden ausgezeichnet. Auch sein Lehrgedicht und seine Briefe sind nicht ohne poetische Schönheiten. Nach seinem Tode gab Chr. F. Weiße nochmals seine Poetischen Werter nach U.' eigenhändigen Verbesserungen heraus (2 Bde., Wien 1801). In Ansbach wurde ihm 1825 im königl. Schloßgarten ein Denkmal errichtet, wozu Heideloff in Nürnberg die kolossale Büste verfertigte. Vgl. Henriette Feuerbach, «U. und Cronegk. Ein biograph. Versuche (Lpz. 1866), „Briefe von U. an einen Freund aus den J. 1753 —825 (herausg. von Henneberger, Lpz. 1866).