Varese, Stadt und Hauptort eines Bezirks in der ital. Provinz Como, zwischen dem Lago di Como und dem Lago-Maggiore, 398 meüber dem Meere, Station der Eisenbahnen Gallarate-V. und Como-⸗Laveno, nahe östlich des 15,7 ꝗqkm großen Lago di Varese, wegen ihrer reizenden Lage und gesunden Luft Tempe d'Italia genannt und von einer Menge herrlicher, meist von mailänder Familien im Sommer bewohnten Landhäuser und dunkeln Lustgärten umgeben, ist Sitz eines Tribunals und einer Handelskammer, hat eine technische Schule, viele schöne Paläste und Villen, ein Theater, eine vom Grafen Dandolo angelegte berühmte Seidenraupenzucht (Bigatteria), die als Musteranstalt gilt, lebhafte Seidenkultur, Seidenspinnerei und Seidenweberei, Papier⸗ und Möbelfabriken und zählte 31. Dez. 1881 6006, als Gemeinde 14161 E. Der Ort, mittellat. Varisium, gehörte bereits im 12. Jahrh. zu Mailand. In 10 km Entfernung liegt der berühmte Wallfahrtsort Madonna del Monte (890 m hoch), der mehr wegen der herrlichen Aussicht auf die benachbarten sechs Seen (Maggiore, di Como, von Varese, Comabbio, Biandrone, Monate), die Alpen und die Ebene bis Mailand als wegen des wunderthätigen Marienbildes besucht wird. Värfvade (schwed.) heißen die aus Freiwilligen, in der Regel auf drei⸗, vier-oder sechsjährige Dienstzeit geworbenen Truppenteile des schwed. Heeres im Gegensatze zu den Indelta⸗(s. d.) und Beväringtruppen. Die Värfvadetruppen bestehen aus 2 Regimentern Leibgarde zu Fuß, 1 Jägerbataillon, 1 Regiment Leibgarde zu Pferd, 1 Husarenregiment von 6 Schwadronen, den 3 Artillerieregimentern, 1 Pontonierbataillon von 3 Pontonier⸗ und 1 Telegraphenkompagnie, 1 Sappeurbataillon von 3 Kompagnien und 1 Trainbataillon von 2 Kompagnien in der Gesamtstärke von (1885) 7886 Mann ohne Offiziere. Es sind dies die Kerntruppen des schwed. Heeres. (S. unter Schweden.)