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ErdkundeBrockhaus 1882

Varallo, Stadt und Bezirkshauptort in der ital. Provinz Novara, links an der Sesia, in einem Thale (Vallo Grande) der Penninischen Alpen, 462 meüber dem Meere, Station der Eisenbahn Novara-V., zählt (1881) 2549 (Gemeinde 3347) E. und hat Fresken von dem in der Nähe geborenen Gaudenzio Ferrari in den Kirchen Sta.⸗Maria delle Grazie, Sta. Maria di Loreto und San-Marco, sowie ein ausgezeichnetes Altarbild (Vermählung der heil. Katharina) desselben Meisters in der Kollegiatkirche, serner ein Gymnasium, eine technische Schule, ein Standbild Victor Emanuels, Fabrikation von Eisen- und Kupferwaren. Unmittelbar nordöstlich von der Stadt erhebt sich der namentlich am 15. Aug. (Mariä Himmelfahrt) viel besuchte Wallfahrtsort Sacero Monte mit 46 Kapellen außer der auf dem Gipfel des Berges besindlichen Kirche; diese Kapellen oder Oratorien enthalten Darstellungen aus der Heiligen Geschichte in lebensgroßen Thonfiguren, sowie Fresken von Gaudenzio Ferrari, Pellegrino Tibaldi u. s.w. Der Wallfahrtsort wurde 1486 von dem mailänder Nobile Bernardino Caloto gegründet, wurde aber erst nach den Besuchen des Kardinals Carlo Bor-⸗ romeo 1578 und 1584 weithin bekannt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 118Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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