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ErdkundeBrockhaus 1882

Vigo, feste Seestadt (Ciudad) und Bezirkshauptort in der span. Provinz Pontevedra in Galicien, am südl. Ufer der noch weit gegen NO. landeinwärts sich erstreckenden Ria de Vigo, amphitheatralisch an einem Hügel in gebirgiger Umgebung malerisch und sehr gesund gelegen, Station der Eisenbahn Orense-V., ist von Mauern mit Bastionen umgeben, hat auf dem Gipfel des Stadtbergs zwei Kastelle, enge, krumme und steile Straßen, einen geräumigen Konstitutionsplatz, ein Theater, drei Kirchen, zwei Klostergebäude und zählt (1877) 13416 CE. Der eigentliche Hafen zeigt sich nur für Schiffe von 20—30t Tragfähigkeit zugänglich, vortrefflich ist dagegen die durch ein Fort gedeckte Reede. B. ist Stationsplatz aller von England nach Lissabon, Westindien und Südamerika gehenden, sowie der St.⸗Nazairedampfer, und hat große Quarantäneanstalten und Lazarette. Die Haupterwerhszweige der Bevölkerung sind, neben Acker⸗, Wein- und Gartenbau, bedeutender Sardinen⸗ und Thunfischfang, Handel mit Sardinen, Wein und Rindvieh. V. ist Sitz eines deutschen Konsuls für die Provinz Pontevedra. Am 23. Okt. 1702 vernichteten die verbündeten Engländer und Holländer bei V. die span. Silberflotte und 1719 eroberten die Engländer die Stadt. Bigo di Fassa, Hauptort des Fassathals, s. unter Fassa (Val di).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 263Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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