FeedVillefranche-de⸗-Rouergue
ErdkundeBrockhaus 1882

Villefranche-de⸗-Rouergue, Stadt und Hauptort eines Arrondissements im franz. Depart. Aveyron, an der Mündung des Alzou in den Aveyron, Station der Linie Périgueur-Figeac-Toulouse der Orléansbahn, Sitz eines Gerichtshofs erster Instanz, zählt (1881) 7926 (als Gemeinde 10 366) E. und hat eine Kirche (Notre-Dame) aus dem 13. bis 16. Jahrh., eine in ein Hospiz umgewandelte Kartause, ein Kommunal-College, Bergbau auf Kupfer, Zinn und Silber, ferner Leinweberei, Baumwollweberei, Papierfabrikation, Herstellung von Kupfergeschirren, sowie Handel mit Wein, Obst, Trüffeln und Schinken. V. wurde 1252 in der Grafschaft Rodez (Rouergue) erbaut und war im Mittelalter eine reiche und wichtige Stadt und 1643 Mittelpunkt der gegen die Verwaltung des Intendanten revoltierenden Croquants.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 269Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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