Senkungsabseesse, s. Kongestionsab⸗— Seukwage, s. Aräometer. (scesse. Seulis, Stadt im franz. Depart. Oise, Station der Linie Chantilly-Crépy-en-Valois der Nordbahn, 54 km nordnordöstlich von Paris, von Wäldern umgeben, in anmutiger Lage an den Flüßchen Nonette und Aunette, in 75 m Höhe, ist der Hauptort eines Arrondissements, Sitz eines Tribunals erster Instanz, einer Ackerbaukammer und Ackerbaugesellschaft und zählt (1881) 5647 (Gemeinde 6888) E. Die Stadt hat alte Mauern, eine sehenswerte Kathedrale aus dem 12. bis 16. Jahrh., in got. Stile erbaut, mit zwei Türmen, von denen der eine 78 m hohe eine äußerst zierliche Spitze trägt, und einem Portal, welches mit Reliefs und Standbildern reich geschmückt ist, ferner Reste eines Schlosses aus den Zeiten Ludwigs des Heiligen, ein Theater, die Kirche (von 1130) der ehemaligen Abtei St.Vincent, so- wie ein Zellengefängnis. Die Bevölkerung unterhält Baumwollspinnereien, Zeugdruckereien, Fabrikation von Leinwand, Spitzen, Cichorienkaffee, Mehl, Leder und Uhrfedern, sowie Destillation und Kalkbrennerei. Berühmt sind auch die Pfefferkuchen (pains d'épice) von S. Von Wichtigkeit ist ferner die Kultur von Gartenkresse. Hauptgegenstände des lebhaften Handelsbetriebs sind Wolle, Mehl, Bauholz, auch Getreide, Wein und Leinwand. — S., das Augustomagus der belg. Silvanectes, weist noch Reste röm. Befestigung auf und war unter den Karolingern eine Pfalz, seit dem 5. Jahrh. Bischofssitz der reimser Erzdiöcese, der erst in der Revolution einging. Zu S., mittellat. Silvanectis, Silvaneéctae oder Silletum, wurden acht Konzile gehalten. Am 27. Juni 1815 hatten hier die Preußen (der Vortrab Bülows) ein Gefecht gegen die Franzosen unter Kellermann.