Vlachos (Angélos), neugriech. Dichter und Schriftsteller, geb. 1838 in Athen, studierte daselbst und später in Berlin und Heidelberg die Rechte. Er trat 1859 in den öffentlichen Dienst als Attachs im Ministerium des Auswärtigen, wurde 1863 Bureauchef im Ministerium des Innern, 1865 Sektionschef im Kultusministerium, 1875 im Ministerium des Auswärtigen und 1880 Unterstaatssekretär in demselben; 1885 wurde er als Vertreter Attikas in die Deputiertenkammer gewählt. Unter seinen Werken sind zu erwähnen: «Lyrische Gedichte (Athen 1875), Die homerische Frager (Athen 1865), „Lustspieles (Athen 1870), & qui Jaura (Lustspiel in franz. Sprache, Athen 1874), «Neugriech.⸗franz. Wörterbuch (Athen 1871), «Grammatik der neugriech. Spracher (Lpz. 1864; 4. Aufl. 1883); Neugriech. Chrestomathies (Lpz. 1870; 2. Aufl. 1883); ferner kritische Studien über die neugriech. Dichter: P. Sutzo (1874), J. Karassutsa (1874), G. Tertsetis (4875), G. Zalocosta (1877) und A. Sutzo (1878). V.übersetzte auch vieles aus der deutschen Litteratur (Goethes «Clavigos, Lessings Rathan der Weises, Heines Götter im Exil', Paul Heyses „Hadriano, Mendelssohns Geschichte Griechenlands u. s. w.).