Vogl (Joh. Nepomuk), beliebter österr. Dichter, geb. 2. Nov. 1802 zu Wien, erhielt 1818 ein Amt bei den niederösterr. Landständen, in welcher Stel—⸗ lung er 16. Nov. 1866 zu Wien starb. Außer dem Taschenbuch Frauenlobo (1835 -38), dem „Ssterr. Morgenblatto (1841—48) und dem „Osterr. Volkskalender» (seit 1845 ununterbrochen erschienen). veröffentlichte er eine große Anzahl von poetischen Arbeiten, unter denen besonders seine Balladen und Lieder, die sich durch ergreifende poetische Wahrheit und Innigkeit, sowie anmutige, gewandte Form auszeichnen, vielen Beifall gefunden haben. Auch im Epigramm und der Spruchdich-⸗ tung leistete er manches Gelungene. Von seinen Schriften sind hervorzuheben: Osterr. Wunderhornd (Wien 1834), Balladen und Romanzen⸗ (neueste Folge, 2. Aufl., Wien 1845), „Lyrische Dichtungeno (2. Aufl. 1844), Klänge und Bilder aus Ungarne (4. Aufl., Wien 1850), (Domsageno (4. Aufl., Wien 1853), «Soldatenliedero (3. Aufl., Wien 1856), «Schnadahüpflne (Wien 1850), KAus der Teufes (2. Aufl., Wien 1856), Passiflore⸗ (Wien 1854), „Blumeno (2. Aufl., Wien 185ʃ), „Neue Gedichtes (Lpz. 1856), „Schenken⸗ und Kellersagen» (Wien 1858), Aus dem Kinderparadieses (2. Aufl., Wien 1865), «Aus dem alten Wienv (2.Aufl., Wien 1865) u. s. w. Vgl. Schmidt, „Johann Nepomuk V. (Wien 1868).