Stieler (Karl), bayr. Dialektdichter, geb. 15. Dez. 1842 zu München, studierte seit 1860 zu München die Rechte, unternahm größere Reisen, über die er in der Allgemeinen Zeitungo berichtete, und ward Staatsarchivar zu München, wo er 12. April 1885 starb. Sein Ruf gründet sich auf seine, dem Volksleben trefflich H Dialektdichtungen, von denen mehrere Sammlungen erschienen: „Bergbleamelnv (Münch. 1865), «Weil's mi freutlo (Münch. 1876; 5. Aufl., Stuttg. 1882), Habt's a Schneid!?» (Münch. 1877: 4. Aufl. 1883), (Um Sunnawend's (Münch. 1878; 4. Aufl. 1883), die drei letztern zusammen als «Drei Buschen » (mit Illustrationen von Hugo Engl, Stuttg. 1886), ferner „Hochlandlieder (Stuttg. 1879; 3. Aufl. 1884), „Neue Hochlandliedero» (Stuttg. 1881; 2. Aufl. 1883), Wanderzeit (Stuttg. 1882), In der Sommerfrischo (zu Federzeichnungen von Hugo Kaufmann, Stuttg. 1883), «A Hochzeit in die Berg'n (desgl., Stuttg. 1883; 2. Aufl. 1884). Nach seinem Tode erschienen: «Ein Winter-Idyllo, Fragment (Stuttg. 1886),Kulturbilder aus Bayern (Stuttg. 1886). Prosa-Arbeiten enthalten die Natur⸗ und Lebensbilder aus den Alpeno (Stuttg. 1886).