Herloßsohn (Karl), Novellist und Romanschriftsteller, eigentlich Karl Georg Reginald Herloß, geb. 1. Sept. 1804 zu Prag, wandte sich 1825 nach Leipzis und starb daselbst arm und verlassen im Spital 10. Dez. 1849. Die von ihm 1830 begründete belletristische Zeitschrift Der Kometo erlosch 1848. H. veröffentlichte eine große Anzahl von histor. und humoristischen Romanen, Novellen und kleinern Erzählungen. Am besten gelangen ihm humoristische Genrebilder von geringerm Umfang. Viel Doenen wurden ihrerzeit auch seine ansprechenden ⸗Weihnachtsbilderp (Lpz. 1846; 2. Aufl. 1850). H.s histor. Romane, wie „Der Ungar» (3 Bde., 1832; 4 Bde., 1850), Der letzte Taborite (2 Bde., 1834; 3 Bde., 1850), „Wallensteins erste Liebe (3 Bde., 1844), Die Hussiteno (1843; 5 Bde., 1850), Die Tochter des Piccolominip (3 Bde., 1846), Die Mörder Wallensteinso (3 Bde., 1847), haben meist wiederholte Auflagen erlebt. Seine lyrischen Gedichte sammelte er im „Buch der Lieben (Lpz. 1842; 4. Aufl. unter dem Titel n der Lieder » 1857), denen nach seinem Tode noch Reliquien in Liederno (herausg. von A. Böttger, Lpz. 1851; 2. Aufl. 1852) folgten. Auch sind Gesamtausgaben seiner histor. Romane (12 Bde., Prag 1862—64; 3. Aufl. 1870) und seiner gesammelten Schriften (12 Bde., Prag 1865—68), sowie eine czech. Übersetzung derselben (von Jahn, Prag 1862 fg.) erschienen. Vgl. „Karl H., biographische Skizzer (Lpz. 1850).