Wackerbart (Aug. Christoph, Graf), kursächs. Feldmarschall, geb. zu Kogel im Herzogtum Lauenburg 1662, trat 1685 in das sächs. Artilleriekorps, nahm in Ungarn an den Kämpfen gegen die Türken teil, focht dann im Spanischen Erbfolge⸗ und im Nordischen Kriege, gewann durch seine Kenntnisse und Tüchtigkeit großes Ansehen und Einfluß auf die Heerführer und zeichnete sich 1715 vor Stralsund hervorragend aus. Er starb in der Lößnitz bei Dresden 14. Aug. 1734. Vgl. Frigander, Leben W.sy (o. O. 1738). Sein Großneffe, Raugraf August W., geb. 7. März 1770 zu Kuschendorf in der Niederlausitz, gest. 19. Mai 1850 auf Wackerbartsruhe, ist Verfasser mehrerer histor. Schriften, wie: Früheste Geschichte der Türken bis zur Vernichtung des Byer großen Teutonen⸗(Hamb. 1821) u. s. w.