FeedSaldern (Friedr. Christoph von)
GeschichteBrockhaus 1882

Saldern (Friedr. Christoph von), preuß. Generallieutenant, ein ausgezeichneter Taktiker, geb. 2. Jan. 1719 in der Prignitz, trat 1735 in den Dienst und wurde von König Friedrich II. in das Garderegiment versetzt und nach dem schles. Kriege Hauptmann. Im Siebenjährigen Kriege zeichnete er sich besonders bei Leuthen und Hochkirch aus und stieg nach der Eroberung von Breslau 1758 zum Oberstlieutenant und 1759 zum Generalmajor auf. Bei Liegnitz und besonders bei Torgau, wo er unter Zieten focht, that er sich abermals hervor. Nach dem Kriege erhielt S. die magdeburgische Inspektion, wurde 1766 Generallieutenant und wirkte besonders für die taktische Ausbildung der Infanterie. Seine anonym erschienenen Schriften: «Taktik der Infanterier (Dresden 1784) und Taktische Grundsätzey (Dresd. 1786) zeugen von seiner militärischen Einsicht. Er starb zu Magdeburg 14. März 1785. Eine Gedächtnisurne mit seinem Bilde und Namen ist ihm auf dem Schweizerling, einem Berge bei Wettin, 15 km nordwestlich von Halle, aufgestellt. Vgl. Küster «Charakterzüge des Generallieutenants von S.» (Berl. 1792).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 137Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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