FeedSchönhals (Karl, Ritter von)
GeschichteBrockhaus 1882

Schönhals (Karl, Ritter von), österr. Feldzeugmeister, geb. 15. Nov. 1788 zu Braunfels bei Wetzlar, trat 1807 in das österr. 64. Infanterieregiment, wurde bald zum Offizier befördert und wohnte den Feldzügen gegen Frankreich 1809 und 1813 bei, wo er bei Aspern und Dresden schwer verwundet wurde. Bis 1846 zum Feldmarschalllieutenant befördert, erwarb er sich in den ital. Feldzügen von 1848 und 1849 große Verdienste um die Siege der österr. Waffen. Als 1849 die provisorische Bundes-Centralgewalt in Frankfurt aufgehoben und durch Bevollmächtigte von Ssterreich und Preußen ersetzt wurde, vertrat S. neben Kübeck Osterreich bis zur Auflösung der Kommission und der Wiedereinsetzung des Bundestags. Anfang 1851 nahm er den Abschied, erhielt den Charakter als Feldzeugmeister und lebte zu Graz, wo er 16. Febr. 1857 starb. Sein Werk «Erinnerungen eines österr. Veteranen aus den ital. Kriegen in den J. 1848 und 18495 (2 Bde., Stuttg. 1852 u. öfter) gibt eine reiche Fülle von interessanten Aufschlüssen zur Geschichte jener Kämpfe. Außerdem hat er noch Biographien des Feldzeugmeisters Haynau (2. Aufl., Graz 1853) und des Generals Frimont geschrieben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 466Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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