FeedWackenroder (Wilh. Heinr.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Wackenroder (Wilh. Heinr.), ein der romantischen Schule angehörender deutscher Schriftsteller, geb. 1773 zu Berlin, verlebte mit Ludw. Tieck einen Teil der Schuljahre in Berlin und die Universitätsjahre in Erlangen und Göttingen und wurde dann Referendar bei dem Kammergericht in Berlin. Im J. 1797 erschienen von ihm die Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruderse, an welchen Tieck Anteil hatte. Diese Schrift, die namentlich von den deutschen Künstlern in Rom mit großem Beifall aufgenommen wurde, drang mit Beredsamkeit auf religiöse Begeisterung und empfahl dabei mit Wärme das Studium der Künstlergeschichte. W. starb schon 13. Febr. 1798. In «Franz Sternbalds Wanderungenp (1798) und den «Phantasien über die Kunsto (1799), beide von Tieck herausgegeben, finden sich hinterlassene Arbeiten von W.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 363Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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