Wallbüchsen sind Gewehre größern Kalibers, infolge dessen auch vergrößerten Gewichts und von erhöhter Durchschlagskraft der Geschosse. Man bedient sich der W. im Wider skriege, um Deckungen von geringerer ziderstandsfahigkeit, wie Schartenblendungen, Sappenkörbe, durchschlagen und die dahinter aufgestellten Verteidiger zu gefährden, sowie um größere Schußweiten als mit den gewöhnlichen Handfeuerwaffen zu erzielen. In Anbetracht der ohnehin so sehr gesteigerten Wirkung der letztern sind die W. in der neuesten Zeit entbehrlich geworden. Im Deutschen Reiche hat man dieselben ganz abgeschafft.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 411Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei