FeedWarburton (William)
ReligionBrockhaus 1882

Warburton (William), freisinniger engl. Theolog und Kritiker, geb. 24. Dez. 1698 zu Newark in l der Grafschaft Rottingham, wählte anfangs den e Sachwalterberuf, trat jedoch später in den geistlichen Stand und wurde 1728 Rektor in der Grafschaft Lincoln. Aufsehen machte er durch seine Schrift The divine legation of Moses demonstratedo (Lond. 1738; deutsch, 3 Bde., Frankf. 1751—53), welche ihn in einen heftigen Streit verwickelte. Durch die Verteidigung von Popes mü nurd über den Menscheno W.um Crousaz in Genf wurde dagegen zwischen W. und Pope eine dauernde Freundschaft begründet, sodaß letzterer die Hälfte seiner Bibliothek und die Rechte und Ansprüche auf das Eigenthum eines Teils seiner Schriften auf W. vererbte. Daher verteidigte auch W. 1749 den Charakter Popes mit großem Eifer gegen Bolingbroke. Ebenso besorgte er eine Ausgabe von Popes Werken (9 Bde., Lond. 1750), dessen Leben er panegyrisch beschrieb, und eine Ausgabe von Shakespeares Werken (8 Bde., Lond. 1747). W. wurde 1754 Kaplan des Königs und 1759 Bischof von Gloucester. Er starb 7. Juni 1779. Seine Werke erschienen nebst seiner Biographie in sechs Bänden (Lond. 1788), zu denen später noch Kilvert Literary remains⸗ (Lond. 1841) veröffentlichte. Vgl. W.s Biographie von Watson (Lond. 1863).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 435Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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