FeedWärmeleitung
NaturlehreBrockhaus 1882

Wärmeleitung heißt das Fortschreiten der Wärme (s. d.) von den wärmern Teilchen eines Körpers zu seinen kältern, oder zu den kältern Teilchen eines ihn berührenden Körpers. Es gibt gute und schlechte Wärmeleiter. Die erstern entziehen wärmern Körpern, mit welchen sie in Berührung kommen, in derselben Zeit mehr Wärme als die letztern. Zu den besten Wärmeleitern gehören die Metalle, und zwar steht an der Spitze das Silber, dann folgen in abnehmender Reihe: Kupfer, Gold, Messing, Zink, Zinn, Eisen, Blei, Platin, Neusilber und Wismut. Diese schwächer werdende Reihe der Metalle gilt auch für ihr elektrisches Leitvermögen. Die nicht metallischen Flüssigkeiten und Gase gehören zu den schlechten Wärmeleitern und erwärmen sich durch Strömung. (S. Wärme.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 443Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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