Wasserstoffsuperoxyd, I. O.„chem. Verbindung, welche in reiner Form nicht bestehen kann, sondern nur in wässeriger Lösung, entsteht beim Zersetzen einer wässerigen Lösung von Baryumsuperoryd mit verdünnter Schwefelsäure. Es ist ungemein leicht zersetzbar und zerfällt in Berührung mit Platinschwarz, Braunstein, manchen organischen Stoffen, Fibrin, beim gelinden Erwärmen in freien, gasförmigen Sauerstoff und Wasser. Es wird technisch dargestellt und in der Bleicherei der Gespinstfasern als Ersatz des Chlorkalks verwendet, dient auch zum Bleichen von Elfenbein, Knochen etc.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 471Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei