Weitling (Wilh.), deutscher Kommunist, geb. 1808 zu Magdeburg, ging als Schneidergeselle auf die Wanderschaft. In Paris trat er in kommunistische Verbindungen und wandte sich von da in die Schweiz, wo er während einiger Jahre teils litterarisch, teils zur Gründung und Ausdehnung kommunistischer Verbindungen unter deutschen Hand—⸗ werkern sehr thätig war, bis er im November 1843, als gerade der Druck seiner später zu Bern erschienenen Schrift Das Evangelium des armen Sünderso begonnen hatte, in Zürich verhaftet wurde. Die Untersuchung gegen W. gab Anlaß zu dem von Einsei Beri und schiefer Auffassung keineswegs freien Berichte «Die Kommunisten in der Schweiz nach den bei W. vorgefundenen Papieren» (Zür. 1849). Nach Beendigung des gegen ihn eingeleiteten Verfahrens ward W. 1845 polizeilich über die schweiz. Grenze geschafft. Er siedelte später nach Nordamerika über, wo er eine Arbeiterbewegung hervorrief, Präsident einer in Dayton County (Jowa) gegründeten Kommunistenkolonie wurde und dann seinen Aufenthalt in Neuyork nahm, wo er 25. Jan. 1871 starb. Zu seinen Schriften gehören noch: „Garantien der Harmonie und Freiheitv (Vevey 1842), «Die Menschheit, wie sie ist und wie sie sein solltes (2. Aufl., Bern 1845).