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GeschichteBrockhaus 1882

Wenceslaus, s. Wenzel. Weunckheim, ungar. Freiherrngeschlecht deutscher Abkunft, das 1790 in den beiden Freiherren Joseph und Franz von W., ersterer k. k. Feldmarschalllieutenant, letzterer k. k. Generalfeldwachtmeister, das ungar. Indigenat erhalten hat. Unter den Mitgliedern der Familie ist besonders zu erwähnen: Béla (Adalbert), Freiherr von W., ungar. Minister, geb. 16. Febr. 1811, widmete sich schon 1831 als Vizenotär des Bekeéser Komitats dem öffentlichen Leben, wurde 1837 Vizegespan und 1839 Landtagsdeputierter. Im J. 1848 zum Ober-H gespan des Komitats Bekes ernannt, wo die Familie W. begütert ist, wurde er zugleich zum Obersthofmeister des Erzherzogs-Palatin Stephan bestellt. In der Zeit von 1844 bis 1860 lebte W. zurückgezogen. Im J. 1860 wurde er abermals f! zum Obergespan von Bekes ernannt. In der Politik schloß er sich eng an Deäk an, übernahm 1867 das Portefeuille eines ungar. Ministers des Innern und wurde 1870 Minister am Hoflager des Königs. Letztere Stellung behielt er bis zu seinem Tode (I. Juli 1879) bei, nachdem er 1875 kurze Zeit auch den Posten eines ungar. Ministerpräsidenten be-H kleidet hatte.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 548Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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