FeedWergeland (Henrik Arnold Thaulow)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Wergeland (Henrik Arnold Thaulow), berühmter norweg. Dichter, geb. 17. Juni 1808 in Kristiansand, studierte in Kristiania und ward hier 1836 Custos der Universitätsbibliothek, 1840 norweg. Reichsarchivar, starb aber bereits 12. Juli 1845. Seine schriftstellerische Laufbahn begann W. 1827 unter dem Namen Siful Sifadda mit der Farce Ahly, der er im ganzen 13 „Sifulinische Dieraug oder dramatisierte Satiren folgen ließ. Hierauf erschienen 1828 das Trauerspiel &Sinclairs Schöpfung, der Mensch und der Messiaso, die Dramen Opium» und «Die ind. Cholerav, das Trauerspiel „Die Kindesmörderino, das Singspiel „Die Campbellse und 1840 das Schauspiel «Die Venetianero (seine beiden vollendetsten Stücke), das Vaudeville Die Seekadetten am Landey und die längern Dichtungen Jan van Huysums Blumenstücko und «Der Spanierv. Von seinen frühern Gedichten gibt eszwei Sammlungen. An Welhaven und dessen Schule fand W. eine mächtige Gegenpartei. Durch den Studentenverein zu Kristiania wurde von Lassen eine Ausgabe der gesammelten Werke W.s veranstaltet (9 Bde., Kristiania 1852—57). Auch erschien eine Auswahl derselben (1859) in Einem Bande. Im J. 1881 ward ihm in Kristiania eine von Berglien modellierte Statue errichtet. In der letzten Zeit seines Lebens wirkte W. besonders für die Emancipation der Juden in Norwegen. Vgl. Lassen, „Henrik W. * Samtid » (Kristiania 1867).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 556Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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