Wiarda (Tilemann Dothias), fries. Historiker, eb. 18. Okt. 1746 zu Emden, aus einem alten ries. Geschlecht, besuchte die Lateinschule zu Aurich, studierte zu Duisburg und Halle die Rechte und wurde dann Auskultator bei der ostfries. Regierung, 1770 Justizkommissar beim Stadt⸗ und Landgericht zu Aürich, 1781 Assistenzrat bei der Regierung, und noch in demselben Jahre Sekretär der ostfries. Landschaft. Sodann wurde er 1808 Landsyndikus und, als unter der holländ. Regierung die ständische Verfassung dieser Provinz ganz aufgegeben wurde, Assessor beim holländ. Landdrostenamt und unter franz. Herrschaft 1811 Präfekturrat. Als nach Besetzung Ostfrieslands durch Preußen 1814 die Präfektur wieder abgeschafft wurde, erhielt W. Wartegeld, bis er 1818, bei der Wiedereinführung der Landstände, seine Stelle als Landsyndikus zurückerhielt. Er starb 7. März 1826. Unter seinen Schriften sind zu nennen: „Ostfries. Geschichted (9 Bde., Aurich 1791 — 98; Bd. 10, Leer 1817), Von den Landtagen der Friesen bei Upstalsboomp (Brem. 1777; 2. Aufl., Leer 1818), „Altfries. Wörterbuche (Aurich 1786), Asegabuch, ein altfries. Gesetzbuch der Rüstringero (Berl. 1805), „Geschichte und Auslegung des Salischen Gesetzes und der 4 der Broam Glossen (Brem. 1808), „Willküren der Brockmänner, eines freien fries. Volkso (Berl. 1820).