Wedekind (Georg Wilh., Freiherr von), verdienter Forstmann, der Sohn des vorigen, geb.¶ 28. Juli 1796 zu Straßburg, studierte in Göttingen und Dreißigacker, um sich daselbst als Forstmann auszubilden. Im J. 1813 wurde er Assessor bei dem Forstkollegium zu Darmstadt. Nachdem er als freiwilliger Jäger an den Freiheitskriegen teilge-H nommen, setzte er 1815 seine Studien in Göttingen [i fort. Von 1816 bis 1820 war er Mitglied des Oberforstkollegiums, 1821 wurde er Oberforstrat, 1848 Geh. Oberforstrat, 1852 in den Ruhestand versetzt. Nach der Märzrevolution von 1848 ward er in das Vorparlament gewählt. Er starb 22. Jan. 1856 zu Darmstadt. Unter seinen zahlreichen Schriften sind die beachtenswertesten: Versuch einer Forstverfassung im Geiste der Zeit‘ (Lpz. 1821), Anleitung zur Forstverwaltung und zum Forstgeschäftsbetrieber (Darmst. 1831), Umriß der Forstwissenschaft für Staatsbürger und Staatsgelehrten (Altona 1838). Von 1819 bis 1821 gab er mit Laurop: „Beiträge zur Kenntnis des Forstwesens in Deutschlando, 1847—56 die «Allgemeine Forst⸗ und Jagdzeitunge, 1828—47 und 1850 die Neuen Jahrbücher für Forstkunde heraus.