Wieseler (Friedr. Jul. August), Archäolog, geb. 19. Okt. 1811 zu Altencelle im Fürstentum Lüneburg, studierte in Göttingen und Berlin klassische Philologie und Archäologie und habilitierte sich 1839 zu Göttingen, wo er 1854 ord. Professor wurde. Seit 1842 ist er auch Vorstand der archäologisch-numismatischen Sammlungen, seit 1847 Direktor des archäolog. Seminars, seit 1868 ord. Mitglied der Göttinger Gesellschaft der Wissenschaften. Die am meisten verbreiteten seiner zahlreichen Werke sind die neue Bearbeitung und Fortsetzung von K. O. Müllers (s. d.) „Denkmäler der alten Kunsto und «Theatergebäude und Denkmäler des Bühnenwesens bei den Griechen und Römern (Gött. 1851).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 628Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei