Wiesel (Mustela vulgaris, Tafel: Kleine Raubtiere, Fig. 8 im Sommer⸗, Fig. 9 im nordischen Winterkleid), ein kleines, ohne den 5 em langen Schwanz nur 15 em messendes Raubtier aus der gleichnamigen Familie, macht mit dem Hermelin eine besondere Gruppe und mit Frettchen, Iltis, Marder und Zobel eine Gattung aus. Das W. ist in ganz Europa bekannt als eifriger Vertilger von Mäusen, Ratten und Maulwürfen, denen es vermöge seines schmächtigen, kurzbeinigen Körpers in ihre Höhlen zu folgen vermag; aber auch als unermüdlicher Verfolger von jungen Hasen, Kaninchen, Tauben und Hühnern, weshalb ihm eifrig, bei seiner List und Schnelligkeit jedoch oft vergeblich, nachgestellt wird. Dem Menschen sucht es ins Gesicht zu springen. Am Tage im Dunkeln versteckt, geht es des Nachts auf Raub aus und kann selbst an senkrechten, etwas rauhen Wänden hinanklettern. Sein zimtbraunes, am Bauche weißes Fell ist von geringem Wert. Im Norden wird es während des Winters weiß mit braunen Flecken, aber ohne schwarze Schwanzspitze, wie das Hermelin.