Wigalois (deutsche Namenform für Huy Galois, d. i. Vitus Gallensis), der Held eines deutschen Artusromans von Wirnt von Grafenberg (s. d.) auf ihn geht ohne Zweifel der in der Kudrun dreimal erscheinende Wigoleis, der Vasall Hetels, zurück. W., auch nach Wappen und Helmschmuck der Ritter mit dem Rade genannt, ist der Sohn Gawans, also Großnesfe des Königs Artus. In der ältesten bekannten Darstellung der Sage, in dem altfranz. Gedichte Le bel inconnur des Renaud de Beaujeu (herausg. von Hippeau, Par. 1860), aus welchem ein jüngeres franz. Volksbuch (Lyon 1530), sowie ein mittelengl. Gedicht Ly biaus disconup (gedruckt in Ritsons Ancient english metrical romancese, Bd. 2) hervorgingen, heißt der Held Giglain. Vgl. Grässe, «Die großen Sagenkreise des Mittelalterso (Dresd. u. Lpz. 1842); Kölbing in den Engl. Studien (Bd. 1, Heilbr. 1877).