Wieland (angelsächs. Veland, altnordisch Voô: lundr), Name eines kunstreichen, vom Schmied Mimi und von Zwergen unterrichteten Schmiedes in der altgerman. Sage, die in der ältern Edda Vilkinasaga genannt) erzählt wird. W., Sohn des Meerriesen Wate, Bruder des besten Bogenschützen Eigil, der in der Tellsage fortlebt, ist elbischer Natur (s. Elfen) und weist verwandte Züge mit Vulkanus und Dädalus auf. Daß die Wielandsage bei allen german. Stämmen bekannt war, beweisen viele Anspielungen in den Gedichten der verschiedenen Litteraturen. Sogar bei den Franzosen ist W. unter dem Namen Galans, Galan bekannt. Ein deutsches Gedicht des 13. Jahrh. ist verloren gegangen, dägegen findet sich ein Nachhall der Wielandsage in dem Gedicht «Friedrich von Schwaben aus dem 15. Jahrh. (bis jetzt nur in Proben bekannt). K. Simrock verwertete die verschiedenen alten Überlieferungen in seiner Dichtung W. der Schmiedv (Bonn 1835) und im 4. Tl. seines Heldenbuchs» (Stuttg. 1843). Vgl. Kuhns Abhandlung «Die Sprachvergleichung und die Urgeschichte der german. Völker » (in Zeitschrift suür vergleichende Sprachforschungeo, Bd. 4, Berl. 1854) und Uhlands „Schriften zur Geschichte der Dichtung und Sagev (Bd. 1, Stuttg. 1865).