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ErdkundeBrockhaus 1882

Wiljuj (bei den Jakuten Bilju oder Irjus), Fluß in Ostsibirien, entspringt im Gebiet Irkutsk in einem großen Bergsee, Tschingninachu, unter 65 ½ nördl. Br., tritt bald ins jakutskische Gebiet über und mündet nach einem meist östl. Lauf von etwa 2000 km in drei Armen links in die Lena. Der Fluß ist sehr fischreich, auf der untern Hälfte des Laufs schiffbar, aber von Anfang Oktober bis Anfang Mai mit Eis bedeckt. Längs der Ufer finden sich Steinkohlen, Eisenerz, in Höhlen Mammutknochen. Die wichtigsten Nebenflüsse sind von Norden Marcha, Tiukanj, Tiun, von Süden Tschona, Dscholi. Der Mündung des Tiun gegenüber liegt die Bezirksstadt Wiljujsk oder Werchnewiljujsk mit 387 E. Wiljujskisches Gebirge heißt eine östliche, parallel mit dem Polarkreis laufende Abzweigung des Tungusischen Gebirges, welche die Wasserscheide zwischen den Flußgebieten des Olonek und W. bildet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 658Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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