Wilson (Alex.), ausgezeichneter Ornitholog und Dichter, geb. 6. Juli 1766 zu Paisley in Schottland, erlernte die Weberei und wurde später wandernder Krämer. Während er seine Leinwand verkaufte, sammelte er zugleich Unterzeichnungen auf seine Gedichte, deren erste Sammlung 1790 zu Paisley erschien und schon im folgenden Jahre eine zweite Auflage erlebte; sein anonymes Gedicht (Watty and Mege (1792) wurde Burns zugeschrieben und erregte verdientes Aufsehen. Im J. 1794 wanderte er nach Amerika aus, wo er Schulmeister in verschiedenen Orten Pennsylvaniens war. Der Naturforscher Bartram und der Kupferstecher Lawson, die er in Philadelphia kennen lernte, weckten durch Unterricht sein Talent für Naturforschung. Nachdem er mehrere Wanderungen gemacht, ließ er seine treffliche American ornithodie nach seinem Tode, der 23. Aug. 1813 zu Philadelphiag erfolgte, aus seinen Sammlungen von Ord fortgesetzt (Bd. 8S u. 9, 1814) und von Lucian Bonaparte durch vier Supplementbände (1825—33) ergänzt wurde. Eine Sammlung seiner Dichtungen und kleinerer prosaischer Schriften veranstaltete Grosart (Paisley 1874). Im Okt. 1874 wurde ihm zu Paisley eine Statue errichtet. Vgl. Paton, W. the ornithologisto (Lond. 1863).