Schmid (Herm. Theod. von), Volksschriftsteller, geb. 30. März 1815 zu Weizenkirchen in Oberösterreich, studierte die Rechte zu München, ward Rechtspraktikant und infolge der Aufführung seines Trauerspiels Camoenso von König Ludwig I. 1843 zum Aktuar bei der Beiatlenng aun in München ernannt, infolge seiner Beteiligung an der Bewegung des J. 1848 aber 1850 in den Ruhestand versetzt. Er veröffentlichte Erzählungen aus dem bayr. Volksleben in der „Gartenlaube v, die seinen Namen schnell populär machten, ward Dramaturg und Direktor des münchener Volks⸗ und Aktientheaters, auch Professor der Litteraturgeschichte am Konservatorium, 1871 in den persönlichen Adelsstand erhoben und starb 19. Okt. 1880 in München. Seine „Gesammelten Werkey erschienen in 50 Bänden (2. Aufl., Lpz. 1869 — 84), seine (Dramatischen Schrifteno in 2 Bänden (Lpz. 1853), außerdem einzeln: (Columbuso (Gera 1874), (Die Auswanderero (Stuttg. 1875), (Vineta (Stuttg. 1875), „(Rose und Distelv (Wien 1876), die erzählende Dichtung „Wieland oder die Fahrt nach dem Glücko (Stuttg. 1877), endlich die Volksstücke „Die Z'widerwurz'np (Lpz. 1878), Der Stein der Weiseno (Lpz. 1880) und Der Lodero (Lpz. 1880).