Winderhitzung, im Betriebe der Metallurgie angewandte Operation, durch welche die durch Gebläse zugeführte Luft vor ihrem Eintritt in den Schmelz⸗ oder Verbrennungsraum, meist durch abgehende Ofenwärme, stark erhitzt wird. Durch die Zuführung der heißen Luft verläuft jede Verbrennung weit energischer, und es werden die beabsichtigten chem. Prozesse dadurch bei weit höherer Temperatur verlaufen. Die W. kommt namentlich beim Betriebe der Eisenhohöfen und beim Bessemern zur Anwendung.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 679Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei