Woißtko, richtiger Woißkolruss.), Heer, Armee, insbesondere wird die Bezeichnung für die kosatischen und andern irregulären Armeekorps Rußlands angewendet, z. B. Donisches W., Terisches W., Uralisches W.; ferner W. der Baschkirischen Reiterregimenter u. a. Woieicki (spr. Wojzizki, Kasimir Wladyslaw), poln. Schriftsteller, geb. 1807 in Warschau, studierte daselbst, und machte sich dann durch Sammlungen von Sprichwörtern (3 Bde., Warsch. 1830), Volksliedern (2 Bde., 1836) und Volksmärchen (2 Bde., 1837; deutsch von Lewestam, Berl. 1839) der Polen, Kleinrussen und Weißrussen bekannt. Später war er der Begründer der Zeitschrift Biblioteka Warszawskan, die er seit 1850 bis zu seinem Tode, 3. Aug. 1879 in Warschau, redigierte. Auch redigierte er seit 1866 die Zeitung Klosyo. Seine „Geschichte der poln. Litteraturs (2. Ausg. 1861) ist mehr eine histor. Chrestomathie. W. schrieb ferner noch antiquarische und histor. Schriften, sowie Gawenden. (S. Gaweda. Woinarowski (Andrej), der Neffe Mazeppas und Teilnehmer an dessen Plänen. Er reiste mehrmals in die Krim und in die Türkei, um diese zum Kriege gegen Rußland anzuspornen. Nach der Schlacht bei Poltawa lebte er in Deutschland, zuletzt in Hamburg, von wo er auf Verlangen der russ. Regierung ausgeliefert wurde, die ihn dann samt seiner Familie nach Jakutsk verbannte. Hier starb er um 1740. W. ist der Held von Rylejews gleichnamigem Epos (deutsch von Chamisso).