Zamöra, Hauptstadt der gleichnamigen span. Provinz (10614½1 qkm mit 1884] 269808 C.) und Ciudad rechts am Duero, über den eine stattliche Brücke führt, sehr malerisch auf steilem Felsen 619 m über dem Meere gelegen und von hohen verfallenen, aber durch einige Batterien verteidigten Mauern umringt, durch Eisenbahn nach Medina del Campo mit der Spanischen Nordbahn verbunden, an der von Salamanca nach Galicien und Leon führenden Straße, zählt 14085 E. und ist ein und eines Bischofs, jetzt aber verarmt. Die Stadt i hat ein altes Schloß, eine spätroman. Kathedrale mit dem Grabe des heil. —.——— 22 andere meist spätroman. Kirchen, ein bischöfl. Seminar und ein königl. Instituto oder Gymnasium. 25 der Nähe befindet sich die Antimonhütte zu Losario. Z. ist das Ocelum Durii der Römer und gehörte seit Kaiser Hadrian zur Provinz Gallaccia. Im Mittelalter erscheint die Stadt meist als Semura oder Zemora. Merkwürdig ist die Umgegend von durch die zwei Niederlagen, welche die Araber daselbst 812 und 904 erlitten, die letztere unter Alkaman, dem Feldherrn des Kalifen von Cordova. durch König Alfons III. von Leon, der hier 910 starb. Im 11. Jahrh. wurde die Stadt durch den maurischen Feldherrn Almanzor zerstört. Unter Ferdinand II. und Alfons VIII. wieder aufgebaut, diente sie den Königen von Leon und Castilien oft als Residenz und Versammlungsort der Cortes.